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Arme & Beine Kompression nach OP – Heilung, Dauer & Tipps
Kompression
Postoperative Nachsorge

Arme & Beine
nach der OP.

Das Wichtigste
auf einen Blick

Ob nach einer Fettabsaugung, einer Straffungsoperation an Armen oder Beinen oder einem venenchirurgischen Eingriff – postoperative Kompressionskleidung ist weit mehr als nur eng anliegende Kleidung. Sie ist ein aktives medizinisches Hilfsmittel, das den Heilungsprozess maßgeblich unterstützt, Schwellungen kontrolliert und neue Konturen formt.

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Postoperative Kompressionskleidung für Arme und Beine ist nach ästhetischen und medizinischen Eingriffen wie Fettabsaugung und Straffung unerlässlich für den Heilungserfolg.

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Sie reduziert aktiv Schwellungen und Blutergüsse, stabilisiert das Gewebe, fördert die Durchblutung, unterstützt die Narbenheilung und formt die neuen Körperkonturen.

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Die Tragedauer beträgt je nach Eingriff und individuellem Heilungsverlauf in der Regel 4 bis 12 Wochen, wobei die Kleidung in den ersten Wochen oft rund um die Uhr getragen werden muss.

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Moderne Kompressionsmaterialien sind atmungsaktiv und komfortabel. Die richtige Passform – medizinische Kompressionsklasse und korrekte Größe – ist entscheidend für Wirksamkeit und Tragekomfort.

Die Mechanik
der Heilung

Nach einer Operation an den Extremitäten reagiert der Körper mit einer Entzündungsreaktion, die zu Schwellungen (Ödemen) und Blutergüssen führt. Gerade an Armen und Beinen wirkt die Schwerkraft zusätzlich und kann die Flüssigkeitsansammlung verstärken. Hier setzt die Kompressionstherapie an.

Der definierte, von außen wirkende Druck des Kompressionsgewebes wirkt wie ein „Gegendruck" zum inneren Gewebedruck. Der venöse und lymphatische Rückfluss wird verbessert, was den Abtransport von Wundflüssigkeit und Blutergüssen beschleunigt. Die Bildung neuer Schwellungen wird von vornherein unterbunden.

Gleichzeitig werden die operierten Haut- und Gewebeschichten stabilisiert und an das darunterliegende Muskelgewebe angedrückt. Dies verhindert die Bildung von Hohlräumen, in denen sich Flüssigkeit sammeln könnte, und unterstützt die Haut dabei, sich straff an die neue, schlankere Kontur anzulegen. Nicht zuletzt wird durch die Ruhigstellung des Gewebes der Wundschmerz reduziert und die Bildung feiner, unauffälliger Narben gefördert.

„Kompression an Armen und Beinen wirkt wie ein aktiver Gegendruck – sie beschleunigt die Heilung und formt zugleich die neue Kontur."

Postoperative Kompressionstherapie

Fachbegriff
Kompressionsklasse

Medizinisch definierter Druckbereich der Kompressionskleidung in mmHg. Nach Operationen wird meist Klasse II (23–32 mmHg) verordnet, bei Lipödem oft flachgestrickte Sonderanfertigung.

Fachbegriff
Muskelpumpe

Der Mechanismus, durch den Muskelbewegungen in Kombination mit Kompression den venösen Rückfluss aktiv fördern. Leichte Bewegung und Kompression ergänzen sich ideal.

Kompressionskleidung für Arme & Beine nach der OP –
medizinisch geprüft, für jeden Eingriff das passende Modell.

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Von Ärmel bis Hose:
Die Vielfalt der Kompressionsversorgung

Postoperative Kompressionskleidung ist präzise auf den jeweiligen Anwendungsbereich zugeschnitten. Man unterscheidet verschiedene Typen, die je nach operiertem Areal zum Einsatz kommen.

01
Typ

Kompressionsärmel

Nach einer Oberarmstraffung oder Fettabsaugung an den Armen kommen spezielle Ärmel (Boleros) zum Einsatz. Sie reichen oft von der Handwurzel bis zur Achsel und werden mit einem Rücken- oder Vorderverschluss fixiert, um ein Verrutschen zu verhindern.

Kompressionsärmel ansehen
02
Typ

Kompressionshosen & -mieder

Nach Eingriffen an Bauch, Hüfte, Gesäß und Oberschenkeln werden Kompressionshosen in verschiedenen Längen (knie- oder knöchellang) verwendet. Sie haben oft einen Haken- oder Reißverschluss für ein leichteres Anziehen.

03
Typ

Kompressionsstrümpfe

Nach einer Fettabsaugung an den Unterschenkeln oder Knien oder nach venenchirurgischen Eingriffen werden medizinische Kompressionsstrümpfe (meist Klasse II) eingesetzt. Sie haben einen definierten Druckverlauf, der von der Fessel nach oben hin abnimmt.

04
Typ

Kombinierte Versorgungen

Bei Eingriffen, die mehrere Körperregionen betreffen (z. B. zirkuläre Fettabsaugung an Beinen und Bauch), werden oft Ganzkörper-Bodys oder Kombinationen aus Mieder und Strümpfen verwendet.

Für jede OP
die richtige Kompression

Die Art und Dauer der Kompressionstherapie richtet sich nach dem spezifischen Eingriff. Ein individuell angepasster Plan durch den behandelnden Arzt ist unerlässlich.

I
4–8 Wochen

Fettabsaugung (Liposuktion)

Hier ist die Kompression entscheidend, um die Haut an die neue Kontur anzupassen und Dellenbildung zu vermeiden. Die ersten Wochen rund um die Uhr, danach schrittweise Reduktion nach ärztlicher Anweisung.

II
6–12 Wochen

Oberarm- oder Oberschenkelstraffung

Die Kompression schützt hier vor allem die langen Narben vor Zug und Spannung und sorgt für eine straffe Kontur. Die längere Tragedauer ist notwendig, um das gestraffte Gewebe in seiner neuen Position zu stabilisieren.

III
Dauerhaft

Lipödem-Operation

Nach einer Liposuktion bei Lipödem ist eine lebenslange Kompressionstherapie (meist mit flachgestrickten Strümpfen) notwendig, um das Ergebnis zu erhalten und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

IV
Wochen bis Monate

Venenoperationen

Kompressionsstrümpfe sind hier unerlässlich, um den Blutfluss zu unterstützen und Thrombosen vorzubeugen. Die Tragedauer richtet sich nach dem Eingriff und dem individuellen Risikoprofil des Patienten.

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für Arme, Beine und kombinierte Eingriffe.

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Tipps für mehr
Komfort im Alltag

Das Tragen von Kompressionskleidung rund um die Uhr kann anfangs gewöhnungsbedürftig sein. Mit einigen Tricks wird es jedoch schnell zur Routine und der Alltag mit Kompression meisterbar.

Anziehen

Das richtige Anziehen

Ziehen Sie Kompressionskleidung am besten morgens direkt nach dem Aufstehen an, wenn die Gliedmaßen am wenigsten geschwollen sind. Spezielle Anziehhilfen (z. B. aus Seidenstoff) oder Gummihandschuhe können das Anziehen erheblich erleichtern.

Hautpflege

Hautpflege nicht vergessen

Pflegen Sie Ihre Haut unter der Kompression mit pH-neutralen, feuchtigkeitsspendenden Lotionen. Tragen Sie die Pflege aber erst auf, nachdem Sie die Kompression für eine Weile ausgezogen haben, damit sie gut einziehen kann.

Hygiene

Tägliche Hygiene

Waschen Sie Ihre Kompressionskleidung täglich oder alle zwei Tage gemäß der Herstelleranleitung (meist Handwäsche oder Schonwaschgang). Besitzen Sie mindestens zwei Garnituren zum Wechseln.

Bewegung

Bewegung ist wichtig

Gehen Sie spazieren! Die Muskelpumpe in den Beinen unterstützt in Kombination mit der Kompression den venösen Rückfluss und hilft, Schwellungen abzubauen. Sanfte Bewegung und Kompression ergänzen sich optimal.

Partner für Ihre
neue Silhouette

Das konsequente Tragen Ihrer postoperativen Kompressionskleidung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Operationsergebnis und einer schnellen Genesung. Betrachten Sie die Kleidung als einen unverzichtbaren Partner in Ihrer Heilungsphase. Sie schützt, formt und unterstützt Ihren Körper auf dem Weg zur neuen Silhouette.

Halten Sie sich exakt an die Vorgaben Ihres Arztes bezüglich der Tragedauer und der Kompressionsklasse. Bei Problemen wie einschneidenden Rändern, Schmerzen oder Hautveränderungen sollten Sie umgehend Ihren Arzt oder das Sanitätshaus kontaktieren. Mit der richtigen Handhabung und etwas Geduld werden Sie die Phase der Kompressionstherapie gut meistern.

Wichtiger Hinweis

Zwei Garnituren im Wechsel tragen – für tägliche Hygiene und konstante Wirksamkeit.

Bei Problemen

Einschneidende Ränder, Schmerzen oder Hautveränderungen: sofort Arzt oder Sanitätshaus kontaktieren.

Tragedauer

4–12 Wochen

FAQ - Arme & Beine Kompression nach OP

Häufige Fragen zu Arme & Beine Kompression

A) Grundlagen & Tragedauer

Sie ist ein entscheidender Teil der Nachsorge. Die Kompression reduziert Schwellungen und Blutergüsse, stabilisiert das operierte Gewebe, unterstützt die Heilung, formt die neuen Konturen und kann das Risiko von Komplikationen wie Thrombosen senken.

Das hängt stark von der Art der Operation ab. Nach einer Fettabsaugung sind es meist 4-8 Wochen. Nach einer Straffungs-OP können es 6-12 Wochen sein. Ihr Chirurg wird Ihnen einen genauen Zeitplan geben.

Sie riskieren ein schlechteres Operationsergebnis. Mögliche Folgen sind stärkere und länger anhaltende Schwellungen, eine ungleichmäßige Kontur (Dellenbildung), eine schlechtere Narbenheilung und ein erhöhtes Risiko für Serome (Flüssigkeitsansammlungen).

In den ersten Wochen nach der OP ist das Tragen rund um die Uhr (außer zum Duschen) meist erforderlich, um die Schwellung maximal zu kontrollieren. Später kann Ihr Arzt das Tragen auf den Tag beschränken.

Ja, zum täglichen Duschen können und sollen Sie die Kleidung ausziehen. Die Zeit ohne Kompression sollte aber so kurz wie möglich sein. Ziehen Sie die Kleidung direkt nach dem Abtrocknen wieder an.

Es ist dringend empfohlen, mindestens zwei Garnituren zu besitzen. So können Sie eine waschen und trocknen lassen, während Sie die andere tragen. Das gewährleistet eine ununterbrochene Kompression und eine gute Hygiene.

Postoperative Kompressionskleidung hat eine höhere Kompressionsklasse (meist Klasse II) und ein festeres, formstabileres Material. Sie ist darauf ausgelegt, starke Schwellungen zu managen und das Gewebe zu formen. Normale Stützstrümpfe haben einen viel geringeren Druck und sind für diesen Zweck ungeeignet.

Nach einigen Wochen, wenn die Hauptschwellung abgeklungen ist, kann Ihr Arzt Ihnen erlauben, auf eine leichtere Kompressionsklasse oder eine Art "Phase 2"-Kleidung umzusteigen. Dies geschieht immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt.

Ja, und hier ist sie besonders wichtig. Nach einer Liposuktion bei Lipödem ist eine lebenslange Kompressionstherapie (meist mit flachgestrickter Maßversorgung) notwendig, um das Ergebnis zu sichern und ein erneutes Wachstum der Fettzellen zu kontrollieren.

Ja, absolut. Nach Venenoperationen (z.B. Stripping, Lasertherapie) sind Kompressionsstrümpfe unerlässlich, um den Blutfluss zu unterstützen, Schwellungen zu reduzieren und das Risiko von Thrombosen und Rezidiven (neuen Krampfadern) zu minimieren.

B) Passform, Komfort & Material

Die erste Versorgung wird oft direkt in der Klinik oder einem Sanitätshaus angepasst. Für eine zweite Garnitur müssen Sie Ihre Maße (z.B. Umfang von Oberschenkel, Taille, Arm) nehmen und mit der Größentabelle des Herstellers vergleichen. Lassen Sie sich im Zweifel immer professionell beraten.

Das ist normal, besonders am Anfang. Verwenden Sie spezielle Anziehhilfen (gibt es im Sanitätshaus) oder Gummihandschuhe aus dem Haushalt. Diese geben Ihnen einen besseren Griff am Material. Ziehen Sie die Kleidung stückweise und gleichmäßig nach oben, ohne am oberen Rand zu zerren.

Das ist ein Zeichen für eine schlechte Passform oder eine falsche Größe. Die Kleidung könnte zu klein sein oder das Material wirft Falten. Kontaktieren Sie Ihr Sanitätshaus oder Ihren Arzt. Manchmal helfen kleine Polsterungen, aber oft ist eine Anpassung oder ein neues Kleidungsstück nötig.

Moderne Materialien sind atmungsaktiv, aber ein gewisses Wärmegefühl ist normal. Achten Sie darauf, die Kleidung täglich zu waschen. Tragen Sie darüber lockere Kleidung aus Naturfasern wie Baumwolle oder Leinen.

Pflegen Sie Ihre Haut abends nach dem Ausziehen der Kompression mit einer feuchtigkeitsspendenden, pH-neutralen Lotion. Lassen Sie die Creme gut einziehen, bevor Sie die Kleidung wieder anziehen. Verwenden Sie keine fettenden Salben, da diese das Material angreifen können.

Viele Modelle haben verstellbare Träger, um ein Rutschen zu verhindern. Wenn Ihre Hose keine hat, könnte sie zu groß sein oder die Passform ist für Ihren Körperbau ungeeignet. Sprechen Sie mit Ihrem Versorger über alternative Modelle.

Ja, fast alle postoperativen Kompressionshosen und -bodys haben eine hygienische Öffnung im Schritt, sodass Sie die Kleidung für den Toilettengang nicht komplett ausziehen müssen. Dies ist ein sehr wichtiges Komfortmerkmal.

Meist handelt es sich um einen Mix aus synthetischen Fasern wie Polyamid und Elasthan. Diese Materialien sind formstabil, langlebig und bieten den notwendigen Kompressionsdruck, während sie gleichzeitig atmungsaktiv und hautfreundlich sind.

Nein, das sollten Sie auf keinen Fall tun. Die Chemikalien im Färbemittel würden die empfindlichen elastischen Fasern zerstören und die medizinische Wirkung der Kompression zunichtemachen.

Medizinische Kompressionskleidung verliert bei täglichem Tragen nach etwa 4-6 Monaten ihre Spannkraft. Wenn die Kleidung sich leicht anziehen lässt, Falten wirft oder rutscht, ist es Zeit für eine neue Versorgung, um den notwendigen Druck zu gewährleisten.

C) Alltag, Pflege & Hygiene

Am besten täglich per Handwäsche oder im Schonwaschgang bei maximal 40°C mit einem Feinwaschmittel. Verwenden Sie keinen Weichspüler, da dieser die Fasern verklebt. In einem Wäschenetz ist die Kleidung in der Maschine gut geschützt.

Nein, niemals. Die Hitze zerstört die elastischen Fasern. Wickeln Sie die Kleidung nach dem Waschen in ein Handtuch, um überschüssiges Wasser auszudrücken, und lassen Sie sie dann an der Luft trocknen.

Ja, in der ersten Phase nach der OP ist das sogar notwendig. Achten Sie darauf, dass die Kleidung faltenfrei sitzt, um Druckstellen zu vermeiden. Wenn Sie nur tagsüber tragen müssen, gönnen Sie Ihrer Haut nachts eine Pause.

Nachdem Ihr Arzt grünes Licht für sportliche Aktivitäten gegeben hat (meist nach 4-6 Wochen), ist das Tragen der Kompression beim Sport sogar sehr empfehlenswert. Sie stabilisiert das Gewebe, verbessert die Propriozeption und kann Muskelkater reduzieren.

Wählen Sie lockere, bequeme Kleidung, die nicht zusätzlich einengt. Weite Hosen, lange Röcke oder lockere Hemden sind ideal. Im Winter kann die Kompressionskleidung eine zusätzliche wärmende Schicht sein.

Nein. Chlor- und Salzwasser würden das empfindliche Material angreifen und zerstören. Ziehen Sie die Kleidung zum Schwimmen aus (sobald Ihr Arzt es erlaubt) und legen Sie sie danach wieder an.

Das hängt von der Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit ab. Meist ist sie über Nacht trocken. Deshalb ist eine zweite Garnitur zum Wechseln so wichtig, um eine kontinuierliche Therapie zu gewährleisten.

Verwenden Sie ein spezielles Waschmittel für Kompressionsstrümpfe oder fügen Sie der Wäsche einen Schuss Essigessenz hinzu, um Bakterien und Gerüche zu neutralisieren. Achten Sie darauf, die Kleidung nach dem Tragen gut auslüften zu lassen.

Nein, auf keinen Fall. Die Hitze würde die elastischen Fasern sofort und irreparabel schädigen. Falten glätten sich beim Anziehen von selbst.

Bei rein ästhetischen Eingriffen (z.B. Fettabsaugung zur Konturverbesserung) müssen die Kosten meist selbst getragen werden. Wenn eine medizinische Indikation vorliegt (z.B. Lipödem, Venenleiden), kann die Versorgung von der Krankenkasse übernommen oder bezuschusst werden. Klären Sie dies vorab.

D) Medizinische Aspekte & Komplikationen

Das ist ein mögliches Warnzeichen. Wenn das Gefühl nach kurzem Bewegen nicht verschwindet, könnte die Kompression die Blutzirkulation oder Nerven beeinträchtigen. Ziehen Sie die Kleidung aus und kontaktieren Sie Ihren Arzt oder das Sanitätshaus zur Überprüfung der Passform.

Plötzliche, starke Schmerzen, begleitet von Schwellung, Rötung und Überwärmung, können ein Anzeichen für eine Thrombose sein. Dies ist ein medizinischer Notfall. Suchen Sie sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus auf.

Im Gegenteil. Eine gut sitzende Kompression schützt die Narben vor Zug und Spannung, was zu einer feineren, unauffälligeren Narbenbildung führt. Achten Sie darauf, dass keine Nähte der Kleidung direkt auf den frischen Narben reiben.

Leichte Abdrücke vom Gewebe sind normal und verschwinden schnell. Wenn sich jedoch dauerhafte Dellen bilden, könnte die Kompression falsch sitzen oder das Material Falten werfen. Eine manuelle Lymphdrainage und die Überprüfung der Passform können hier helfen.

Das Tragen von medizinischer Kompressionskleidung senkt das Thromboserisiko erheblich, kann es aber nicht zu 100% ausschließen. Wichtig sind zusätzliche Maßnahmen wie frühe Mobilisation (Gehen) und ggf. vom Arzt verordnete blutverdünnende Medikamente.

Hautreizungen unter Silikonbändern kommen vor. Reinigen Sie die Haut und das Haftband täglich. Es gibt spezielle Hautkleber oder Haftlotionen, die eine Barriere bilden. Sprechen Sie mit Ihrem Sanitätshaus über Alternativen, falls das Problem bestehen bleibt.

Rundgestrickte Ware (nahtlos) wird meist nach ästhetischen OPs und bei leichten Venenleiden eingesetzt. Flachgestrickte Ware (mit Naht) wird nach Maß gefertigt, ist formstabiler und wird bei ausgeprägten Ödemen wie dem Lip- oder Lymphödem eingesetzt, da sie nicht in Hautfalten einschneidet.

Während des Tragens kann die Kompression das Hautbild glätten und straffen. Sie ist jedoch keine dauerhafte Behandlung gegen Cellulite. Nach einer Fettabsaugung kann sich das Cellulite-Bild durch die Reduzierung des Unterhautfettgewebes aber verbessern.

Nein. Offene Wunden müssen mit einem sterilen Wundverband abgedeckt werden, bevor die Kompressionskleidung darüber angezogen wird. Die Kompression darf niemals direkt auf einer offenen Wunde aufliegen.

Ja, viele Patienten empfinden das Tragen auch später noch als angenehm, z.B. beim Sport oder auf langen Flügen, da es die Beine entlastet und die Muskeln stützt. Solange die Passform und der Druck noch stimmen, ist das unbedenklich.

Ja, die Narben an den Oberarmen sind besonders lang und die Haut muss sich an die neue Kontur anpassen. Eine konsequente Kompression über 8-12 Wochen ist entscheidend, um ein schönes, straffes Ergebnis zu erzielen und breite Narben zu vermeiden.

Nein, das ist nicht sinnvoll. Postoperative Kompression ist ein medizinisches Hilfsmittel für die Heilungsphase nach Eingriffen. Sie hat keine präventive Wirkung gegen Cellulite. Für die Hautstraffung sind Sport, Ernährung und Hautpflege die besten Maßnahmen.

Nein, es gibt keine gleichwertige Alternative. Wickelungen oder Bandagen können den gleichmäßigen, definierten Druck einer medizinischen Kompressionsversorgung nicht ersetzen. Die Kompression ist der medizinische Standard.

Die meisten Patienten gewöhnen sich innerhalb von 2-3 Tagen an das Gefühl. Anfangs kann die Kleidung eng und einschränkend wirken, aber mit der Zeit wird sie zur Routine und gibt sogar ein Gefühl von Halt und Sicherheit.

In den ersten Wochen ist das nächtliche Tragen entscheidend, da sich die Schwellung sonst über Nacht aufbauen würde. Wenn Sie wirklich nicht schlafen können, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Manchmal kann die Kompression etwas gelockert werden.

Ja, das ist normal. Ihr Körper hat sich an die Unterstützung gewöhnt. Dieses Gefühl verschwindet, sobald Sie die Kompressionstherapie beendet haben und Ihr Gewebe sich vollständig regeneriert hat.

Ja, aber nicht sofort. In den ersten Wochen nach der OP sollten Sie flache, bequeme Schuhe tragen, um das Gewebe nicht zusätzlich zu belasten. Nach 4-6 Wochen können Sie langsam wieder zu Absätzen übergehen.

Die erste Versorgung erfolgt oft über die Klinik oder ein kooperierendes Sanitätshaus. Weitere Garnituren erhalten Sie in Sanitätshäusern mit Kompressionsberatung oder in spezialisierten Online-Shops für postoperative Versorgung.

Ja, Sie müssen. Die Heilung hängt nicht von der Jahreszeit ab. Moderne Materialien sind atmungsaktiv. Tragen Sie darüber luftige Kleidung aus Naturfasern, trinken Sie viel Wasser und halten Sie sich in kühlen Räumen auf.

Nein, wenn das Gewebe beschädigt ist, ist die Kompressionswirkung an dieser Stelle nicht mehr gewährleistet. Sie benötigen eine neue Versorgung. Behandeln Sie die Kleidung vorsichtig, um Beschädigungen zu vermeiden.

Ja, das ist sogar sehr empfehlenswert. Kompressionsstrümpfe sind auf Langstreckenflügen ein wichtiger Schutz vor Reisethrombose. Wenn Sie ohnehin postoperative Kompression tragen müssen, ist das perfekt.

Die Kompressionsklasse gibt den Druck an, den die Kleidung ausübt. Klasse I ist leicht (18-21 mmHg), Klasse II mittel (23-32 mmHg) und Klasse III stark (34-46 mmHg). Postoperativ wird meist Klasse II verwendet. Ihr Arzt legt die richtige Klasse fest.

Aus hygienischen Gründen wird das nicht empfohlen. Außerdem ist die Passform sehr individuell und das Material hat nach mehreren Wochen Dauergebrauch an Spannkraft verloren. Jeder Patient sollte eine neue, auf ihn abgestimmte Versorgung erhalten.