Stütz-BH
Postoperativ.
Das Wichtigste
auf einen Blick
Nach einem operativen Eingriff an der Brust ist der Körper auf maximale Unterstützung angewiesen, um ein optimales medizinisches und ästhetisches Ergebnis zu erzielen. Ein zentraler, oft unterschätzter Held in diesem Prozess ist der postoperative Stütz-BH – weit mehr als nur ein Kleidungsstück.
Ein postoperativer Stütz-BH ist ein medizinisches Hilfsmittel, das nach Brustoperationen (Vergrößerung, Verkleinerung, Straffung, Rekonstruktion) zur Unterstützung der Heilung unerlässlich ist.
Seine Hauptaufgaben sind die Reduzierung von Schwellungen durch Kompression, die Stabilisierung des Gewebes zur Schmerzlinderung und der Schutz der empfindlichen Narben.
Er unterscheidet sich von normalen BHs durch bügellose Cups, einen praktischen Frontverschluss, breite verstellbare Träger und ein spezielles, komprimierendes Material.
Die Tragedauer beträgt meist 4 bis 8 Wochen, davon die ersten Wochen Tag und Nacht, und wird immer individuell vom behandelnden Arzt festgelegt.
Mehr als nur Halt:
Die medizinische
Funktion
Um die Bedeutung eines postoperativen Stütz-BHs zu verstehen, muss man den Zustand der Brust nach einer Operation betrachten. Das Gewebe ist traumatisiert, geschwollen und extrem empfindlich. Blut- und Lymphgefäße wurden verletzt, was zu Einblutungen (Hämatomen) und Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) führt.
Genau hier setzt die Wirkung des Stütz-BHs an. Seine Kompressionsfunktion übt einen gleichmäßigen, zirkulären Druck auf das gesamte Brustareal aus. Dieser Druck wirkt wie eine sanfte Bandage von außen: Er drückt die Gewebeschichten zusammen, minimiert so die Bildung von Hohlräumen, in denen sich Flüssigkeit sammeln könnte, und unterstützt das Lymphsystem beim Abtransport der Schwellung.
Gleichzeitig immobilisiert der feste Sitz die Brust. Jede unnötige Bewegung – sei es beim Gehen, Drehen im Schlaf oder Husten – wird gedämpft. Das reduziert nicht nur die Schmerzen erheblich, sondern schützt auch die feinen inneren und äußeren Nähte vor Zug und Belastung, was für eine feine, unauffällige Narbenbildung entscheidend ist. Der Stütz-BH ist somit ein aktiver Manager des Heilungsprozesses.
„Der postoperative Stütz-BH ist ein aktiver Manager des Heilungsprozesses – kein optionaler Komfort."
Medizinische Kompressionstherapie
Einblutung ins Gewebe nach einem operativen Eingriff. Durch gleichmäßige Kompression lässt sich das Ausmaß von Hämatomen deutlich reduzieren.
Flüssigkeitsansammlung im Gewebe als normale Reaktion auf das operative Trauma. Kompression unterstützt das Lymphsystem beim aktiven Abtransport.
Postoperative Stütz-BHs für eine sichere Heilung –
bügellos, mit Frontverschluss, medizinisch geprüft.
Die Anatomie eines
perfekten Heilungshelfers
Ein postoperativer Stütz-BH ist ein hochspezialisiertes Produkt, dessen Design jedes Detail der postoperativen Phase berücksichtigt. Er ist das Ergebnis medizinischer Forschung und unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von Alltags- oder Sport-BHs.
Der Frontverschluss
Das vielleicht wichtigste Merkmal. Nach einer Brust-OP sind die Arme in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Ein Verschluss vorne (meist Haken-Ösen-Leisten oder Reißverschlüsse) ermöglicht ein schmerzfreies An- und Ausziehen, ohne die Arme nach hinten bewegen zu müssen.
Stütz-BHs ansehenBügellose Konstruktion
Ein absolutes Muss. Metall- oder Plastikbügel würden direkt auf die frischen Narben in der Unterbrustfalte drücken, die Wundheilung stören, Schmerzen verursachen und im schlimmsten Fall zu Entzündungen führen.
Breite, gepolsterte Träger
Das Gewicht der geschwollenen Brust wird auf eine breite Fläche verteilt, was die Schultern und den Nacken entlastet. Die Verstellbarkeit ermöglicht eine individuelle Anpassung an den Körper und den täglich wechselnden Schwellungszustand.
Definiertes Kompressionsmaterial
Das Gewebe ist eine intelligente Mischung aus festen und elastischen Fasern (z. B. Polyamid, Elasthan). Es bietet einen konstanten, medizinisch definierten Druck (oft in Kompressionsklassen eingeteilt), ist aber gleichzeitig atmungsaktiv, um Hitzestau und Hautirritationen zu vermeiden.
Nahtlose, vorgeformte Cups
Die Brustkörbchen sind nahtlos verarbeitet, um keinerlei Reibung oder Druckpunkte auf der empfindlichen Haut und den Brustwarzen zu erzeugen. Sie umschließen die Brust vollständig, ohne sie zu quetschen oder zu formen.
Breites Unterbrustband
Ein breites, weiches Band unter der Brust sorgt für einen sicheren Sitz, ohne hochzurollen oder einzuschneiden. Es bildet die stabile Basis für die gesamte Stützfunktion des postoperativen BHs.
Die Rolle des
Stuttgarter Gürtels
Bei Brustvergrößerungen oder Rekonstruktionen mit Implantaten kommt häufig ein weiteres wichtiges Hilfsmittel zum Einsatz: der Stuttgarter Gürtel (auch Kompressionsgurt oder Brustband genannt). Dieses elastische Band wird zusätzlich zum Stütz-BH getragen und gezielt oberhalb der Brust um den Brustkorb gewickelt.
Seine Funktion ist rein mechanisch: Er übt einen gezielten Druck von oben auf die Implantate aus und verhindert so, dass sie in der Heilungsphase nach oben verrutschen. Er hilft den Implantaten, sich in der geschaffenen Gewebetasche in der korrekten, natürlichen Position zu verankern. Das Tragen des Gürtels ist entscheidend für die Symmetrie und die korrekte Positionierung der Implantate und somit für das ästhetische Endergebnis. Er wird meist für die gleiche Dauer wie der Stütz-BH verordnet.
Oberhalb der Brust, zusätzlich zum Stütz-BH – nicht als Ersatz.
Verhindert das Hochrutschen der Implantate. Verankert sie in der korrekten Position in der Gewebetasche.
4–6 Wochen
Passende Kompressionswäsche für jede Brust-OP –
individuell abgestimmt auf Ihren Operationstyp.
Maßgeschneiderte
Unterstützung
So unterschiedlich die Gründe für eine Brustoperation sind, so spezifisch sind auch die Anforderungen an die postoperative Versorgung. Der Stütz-BH muss zur durchgeführten Operation passen.
Augmentation
Der Fokus liegt auf der Positionierung und Stabilisierung der Implantate. Der BH muss das zusätzliche Gewicht tragen und in Kombination mit dem Stuttgarter Gürtel ein Verrutschen verhindern. Die Kompression darf nicht zu stark sein, um die Durchblutung nicht zu gefährden.
Reduktionsplastik
Hier wurden große Wundflächen geschaffen und das Gewebe wurde neu geformt. Der BH muss eine hohe Stützfunktion bieten, um das verbliebene Gewebe zu entlasten und den Zug auf die langen Narben zu minimieren. Eine stärkere Kompression zur Schwellungsreduktion ist hier oft erwünscht.
Mastopexie
Ähnlich wie bei der Verkleinerung geht es darum, das neu positionierte Gewebe in seiner höheren Position zu halten und die Narben zu schützen. Der BH wirkt der Schwerkraft entgegen und sichert das Lifting-Ergebnis dauerhaft.
Nach Mastektomie
Dies ist die sensibelste Phase. Oft wird hier mit Expandern oder Eigengewebe gearbeitet. Der BH muss extrem weich, anpassungsfähig und sanft komprimierend sein. Oft haben diese Modelle spezielle Taschen, um leichte Ausgleichsprothesen aufzunehmen.
Ihr wichtigster
Verbündeter
Die postoperative Phase ist eine Zeit, in der Sie Ihrem Körper besondere Aufmerksamkeit und Pflege schenken sollten. Der postoperative Stütz-BH ist dabei Ihr wichtigster Verbündeter. Betrachten Sie ihn nicht als lästige Pflicht, sondern als aktive Investition in Ihre Gesundheit und in den Erfolg Ihrer Operation.
Das konsequente Tragen nach ärztlicher Anweisung ist der sicherste Weg zu einer schnellen Heilung und einem Ergebnis, das Ihnen langfristig Freude bereitet. Hören Sie auf die Signale Ihres Körpers, aber auch auf den Rat Ihres Arztes. Bei Unsicherheiten, Schmerzen oder Passformproblemen ist er Ihr erster Ansprechpartner.
Das konsequente Tragen nach ärztlicher Anweisung ist der sicherste Weg zum optimalen Ergebnis.
Bei Unsicherheiten, Schmerzen oder Passformproblemen ist der behandelnde Arzt der erste Ansprechpartner.
4–8 Wochen
Häufige Fragen zum postoperativen Stütz-BH
A) Grundlagen & Tragedauer
Es ist ein medizinisches Hilfsmittel, das speziell für die Zeit nach einer Brustoperation entwickelt wurde. Er kombiniert die Eigenschaften eines Stütz-BHs mit denen eines Kompressions-BHs, um die Heilung optimal zu unterstützen.
Ein normaler Stütz- oder Sport-BH ist nicht für die postoperative Phase geeignet. Ihm fehlen wichtige Eigenschaften wie der Frontverschluss, die bügellose Konstruktion und vor allem der definierte, medizinisch wirksame Kompressionsdruck.
Die Tragedauer wird immer von Ihrem Arzt festgelegt. Als allgemeine Regel gelten 4 bis 8 Wochen. In den ersten Wochen muss er durchgehend, also Tag und Nacht, getragen werden.
Ja, zumindest in der ersten, intensiven Heilungsphase (meist 2-4 Wochen). Der konstante Halt und die Kompression sind auch nachts wichtig, um Schwellungen zu kontrollieren und das Gewebe bei unbewussten Bewegungen im Schlaf zu schützen.
Ein vorzeitiges Absetzen kann das Operationsergebnis gefährden. Mögliche Folgen sind zunehmende Schwellungen, stärkere Schmerzen, eine verzögerte oder unschöne Narbenheilung, das Absinken des Gewebes oder bei Implantaten deren Verrutschen (Dislokation).
Ja. Nach einer Brustvergrößerung sind es oft 4-6 Wochen. Nach einer Straffung oder Verkleinerung, bei der mehr Gewebe umgeformt wird, sind es eher 6-8 Wochen. Bei einer Rekonstruktion kann die Dauer sehr individuell sein.
Frühestens nach 6-8 Wochen, aber viele Ärzte empfehlen, mindestens 3 Monate zu warten. Der Bügel kann auf die noch empfindlichen Narben drücken und die Heilung stören. Tasten Sie sich langsam heran und hören Sie auf Ihren Körper.
Der Stuttgarter Gürtel ist ein zusätzliches Kompressionsband, das über der Brust getragen wird. Er wird fast ausschließlich nach Brustvergrößerungen mit Implantaten eingesetzt, um diese an der richtigen Position zu halten. Er ist nicht bei jeder OP notwendig.
Ja, sobald Ihr Arzt Ihnen das Duschen erlaubt (meist nach 2-3 Tagen, wenn die Wunden geschlossen sind), können Sie den BH für die kurze Zeit der Körperpflege ablegen. Danach sollte er sofort wieder angezogen werden.
Es wird dringend empfohlen, mindestens zwei BHs zu haben. Da der BH aus hygienischen Gründen regelmäßig (am besten täglich) gewaschen werden muss, benötigen Sie immer einen sauberen zum Wechseln, während der andere trocknet.
B) Eigenschaften & Auswahl
Die fünf wichtigsten Merkmale sind: 1. Frontverschluss, 2. keine Bügel, 3. breite, verstellbare Träger, 4. nahtlose Cups und 5. ein atmungsaktives Material mit definierter Kompression.
Nach einer Brust-OP ist die Beweglichkeit der Arme und des Schultergürtels eingeschränkt. Ein Verschluss hinten wäre nur unter Schmerzen oder mit fremder Hilfe zu schließen. Der Frontverschluss ermöglicht Selbstständigkeit und schont die operierte Region.
Die Größenwahl ist eine Herausforderung, da die Brust direkt nach der OP stark geschwollen ist. Meist wird der erste BH direkt in der Klinik angepasst. Für einen zweiten BH sollten Sie sich im Sanitätshaus beraten lassen oder die Größentabellen der Hersteller genau studieren. Messen Sie Ihr Unterbrustmaß neu.
Der BH muss eng anliegen, um seine Kompressionswirkung zu entfalten – man spricht von „fest umschlossen“. Er darf aber keinesfalls die Atmung behindern, Schmerzen verursachen oder die Haut einschnüren. Rote Striemen, die nach dem Ausziehen nicht verschwinden, sind ein Zeichen für einen zu engen Sitz.
Ja, ähnlich wie bei Kompressionsstrümpfen gibt es auch bei BHs verschiedene Kompressionsklassen. Welche Stärke für Sie die richtige ist, entscheidet Ihr Arzt basierend auf der Art des Eingriffs und dem Ausmaß der Schwellung.
Ideal sind moderne Funktionsmaterialien, meist eine Mischung aus Polyamid, Baumwolle und Elasthan. Diese sind atmungsaktiv, leiten Feuchtigkeit von der Haut weg, sind aber gleichzeitig formstabil und bieten die nötige Kompression. Achten Sie auf Zertifizierungen wie OEKO-TEX, die Hautfreundlichkeit garantieren.
Nein, absolut nicht. Ein postoperativer BH soll die Brust in ihrer neuen Form heilen lassen und nicht künstlich formen. Push-up-Kissen oder harte Schalen würden ungleichmäßigen Druck ausüben und das Ergebnis negativ beeinflussen.
Den ersten BH erhalten Sie oft direkt von Ihrer Klinik. Weitere Modelle finden Sie in gut sortierten Sanitätshäusern mit geschultem Personal oder in spezialisierten Online-Shops, die auf medizinische Kompressionsbekleidung fokussiert sind.
Ein schlechter Sitz ist ein Problem. Wenn der BH rutscht, ist meist das Unterbrustband zu weit. Wenn er Falten wirft, ist er eventuell zu groß. Suchen Sie ein Sanitätshaus auf und lassen Sie sich neu vermessen. Ein schlecht sitzender BH kann mehr schaden als nutzen.
Bei medizinisch notwendigen Eingriffen, wie einer Brustverkleinerung aufgrund von Rückenproblemen oder einer Rekonstruktion nach Krebs, werden die Kosten für die Erstversorgung (oft 1-2 BHs) in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Bei rein ästhetischen Operationen müssen die Kosten meist selbst getragen werden.
C) Alltag, Pflege & Komplikationen
Aus hygienischen Gründen sollte der BH täglich oder spätestens alle zwei Tage gewaschen werden. Schweiß und Hautpartikel können sonst zu Hautirritationen oder Infektionen im Bereich der Narben führen.
Waschen Sie ihn am besten per Hand oder im Schonwaschgang bei maximal 30-40°C. Verwenden Sie ein mildes Feinwaschmittel und keinesfalls Weichspüler. Schließen Sie alle Verschlüsse und nutzen Sie idealerweise ein Wäschenetz.
Nein, niemals. Die Hitze des Trockners würde die elastischen Fasern zerstören und die Kompressionswirkung dauerhaft schädigen. Hängen Sie den BH zum Trocknen an der Luft auf, aber vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung.
Leichter Juckreiz ist oft ein Zeichen der Wundheilung. Achten Sie auf tägliche Hygiene des BHs. Bei starkem Juckreiz oder Hautausschlag kontaktieren Sie Ihren Arzt, um eine allergische Reaktion auf das Material auszuschließen. Manchmal hilft das Tragen eines dünnen Baumwoll-Unterhemdes unter dem BH.
Leichte Abdrücke sind normal. Wenn die Träger aber tief einschneiden und schmerzhafte, rote Stellen hinterlassen, ist der Sitz nicht optimal. Versuchen Sie, die Träger breiter einzustellen. Eventuell ist das Unterbrustband zu weit, sodass zu viel Gewicht auf den Trägern lastet. Lassen Sie den Sitz im Sanitätshaus überprüfen.
Ideal sind in der ersten Zeit weite Oberteile, die man nicht über den Kopf ziehen muss, also z.B. Blusen, Hemden oder Jacken mit Reißverschluss. Das schont die operierte Brust und erleichtert das An- und Auskleiden.
Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist oft schon nach wenigen Tagen möglich. Mit richtigem Sport sollten Sie mindestens 6 Wochen warten. Beginnen Sie langsam und tragen Sie dabei anfangs weiterhin Ihren postoperativen BH oder einen Sport-BH mit sehr starkem Halt (High-Impact).
Nein. Zum einen ist Schwimmen erst erlaubt, wenn alle Wunden komplett verheilt sind. Zum anderen würden Chlor- und Salzwasser das empfindliche Material des BHs angreifen und die Kompressionswirkung zerstören.
Das kann an Bakterien liegen, die sich im feuchtwarmen Klima unter dem BH vermehren. Waschen Sie ihn bei der höchstmöglichen Temperatur (siehe Etikett) und lassen Sie ihn vollständig an der Luft trocknen. Ein Hygienespüler (ohne Duftstoffe) kann helfen. Bei anhaltendem Geruch oder Hautveränderungen den Arzt konsultieren.
Ja, einige Modelle haben integrierte Taschen oder Schlaufen, an denen die Drainageflaschen befestigt werden können. Das Pflegepersonal in der Klinik wird Ihnen zeigen, wie Sie damit umgehen müssen.
D) Weitere Fragen
Ja, nach vollständiger Abheilung (meist nach 3 Monaten) ist das möglich. Viele Frauen mit größeren Brüsten oder Implantaten empfinden es jedoch als angenehmer, auch nachts einen leichten, weichen Stütz-BH zu tragen.
Warten Sie mindestens 3, besser 6 Monate, bis die Schwellung komplett abgeklungen ist und die Brust ihre endgültige Form hat. Lassen Sie sich dann professionell in einem Dessous-Fachgeschäft oder Sanitätshaus vermessen.
Nein. Nach der Heilungsphase können Sie wieder normale BHs tragen. Es ist aber immer ratsam, auf eine gute Passform und ausreichenden Halt zu achten, um das Operationsergebnis langfristig zu erhalten und das Bindegewebe zu schonen.
Dieses Gefühl ist absolut normal. Denken Sie daran, dass es eine vorübergehende Phase ist. Sehen Sie den BH als das, was er ist: ein medizinisches Werkzeug für Ihre Heilung. Konzentrieren Sie sich auf das Endergebnis und die Freude an Ihrer neuen Brust in der Zukunft.
Wenn der Eingriff medizinisch indiziert war und von der Krankenkasse (teilweise) übernommen wurde, können die Kosten für medizinische Hilfsmittel wie den Stütz-BH als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Bewahren Sie die Rechnungen und Rezepte gut auf.
Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Ein Entlastungs-BH zielt primär darauf ab, durch breite Träger und eine spezielle Schnittführung das Gewicht großer Brüste zu verteilen und so Schultern und Rücken zu entlasten. Ein postoperativer Stütz-BH hat zusätzlich die Komponente der medizinischen Kompression zur Förderung der Wundheilung.
Ja, die meisten Hersteller bieten ihre Modelle in den Standardfarben Schwarz, Weiß und Hautfarben (Nude) an. Ein hautfarbenes Modell ist unter heller oder leicht transparenter Kleidung am unauffälligsten.
Das kann zwei Gründe haben: Entweder ist Ihre Schwellung zurückgegangen (was gut ist!) oder das Material ermüdet durch häufiges Waschen. Wenn er nicht mehr eng genug anliegt, ist es Zeit für eine kleinere Größe oder ein neues Modell, um die Kompression aufrechtzuerhalten.
Davon ist dringend abzuraten. Aus hygienischen Gründen ist das Tragen fremder Unterwäsche bedenklich. Zudem ist ein bereits getragener BH in seiner Kompressionswirkung wahrscheinlich nicht mehr optimal. Jeder Körper ist anders, und Sie benötigen eine perfekte Passform.
Eine gute Anlaufstelle sind spezialisierte Online-Foren zum Thema Brustoperationen oder Social-Media-Gruppen. Hier können Sie sich mit anderen Patientinnen austauschen. Beachten Sie aber, dass medizinische Ratschläge immer nur von Ihrem Arzt kommen sollten.
Der OEKO-TEX Standard 100 ist ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem. Wenn ein BH dieses Label trägt, bedeutet das, dass alle Bestandteile auf Schadstoffe geprüft wurden und der Artikel somit gesundheitlich unbedenklich und besonders hautfreundlich ist. Gerade bei direktem Kontakt mit Wundgebieten ist dies ein wichtiges Qualitätsmerkmal.
Bei einer Brustverkleinerung werden große Wundflächen geschaffen und die Brust wird neu geformt. Der Stütz-BH trägt das neue, leichtere Gewicht, entlastet die langen Narben (oft in T-Form) und verhindert, dass die Schwerkraft am frisch operierten Gewebe zieht. Dies ist entscheidend für eine schöne Narbenheilung und eine langanhaltend straffe Form.
Nein, für Männer gibt es spezielle Kompressionswesten oder -hemden. Diese sind auf die männliche Anatomie zugeschnitten und bieten die nötige Kompression im gesamten Brustbereich, ohne weiblich geformte Cups zu haben.
Das ist sehr ungewöhnlich. Fragen Sie unbedingt noch einmal gezielt nach. Es ist der absolute Standard in der modernen Brustchirurgie, einen postoperativen Stütz-BH zu verwenden. Möglicherweise hat Ihr Arzt einen anderen Plan (z.B. einen festen Verband), aber klären Sie dies dringend ab.
In den ersten Tagen wird manchmal ein fester Wickelverband angelegt. Dieser wird aber so schnell wie möglich durch einen Stütz-BH ersetzt, da dieser komfortabler, hygienischer und in der Anwendung einfacher ist. Für die gesamte Heilungsphase gibt es keine sinnvolle Alternative zum medizinischen Stütz-BH.
Ein postoperativer BH ist primär auf Kompression und Stabilisierung ausgelegt. Ein Mastektomie-BH ist für die Zeit nach der Abheilung einer Brustentfernung konzipiert. Sein Hauptmerkmal sind eingenähte Taschen, in die eine externe Brustprothese (Epithese) eingelegt werden kann, um die Symmetrie wiederherzustellen.
Obwohl er Stabilität bietet, ist er dafür nicht primär gedacht. Bei Rippenverletzungen gibt es spezielle Rippenbandagen oder -gurte, die den Brustkorb zirkulär komprimieren. Ein BH würde nur einen Teilbereich abdecken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die richtige Versorgung.
Ja, unbedingt. Der "innere BH" ist eine Operationstechnik, bei der Eigengewebe zur inneren Stützung verwendet wird. Er ersetzt aber nicht den äußeren Stütz-BH, der für die Kontrolle der Schwellung, die Stabilisierung und den Schutz der äußeren Narben in der Heilungsphase unerlässlich ist.
Der Gürtel muss straff genug sitzen, um nicht zu verrutschen. Er wird direkt auf der Haut oder über einem dünnen Unterhemd getragen, unter dem eigentlichen Stütz-BH. Wenn er dennoch rutscht, ist er möglicherweise zu locker. Lassen Sie den Sitz von Ihrem Arzt oder im Sanitätshaus überprüfen.
Ja, das ist eine gute Möglichkeit. Postoperative Stütz-BHs bieten oft einen exzellenten Halt und eignen sich daher auch nach der Heilungsphase gut für sportliche Aktivitäten. Da sie meist teurer sind, ist dies eine gute Möglichkeit, sie weiter zu nutzen.
Nein, eine Brustoperation während der Schwangerschaft oder Stillzeit ist nicht empfehlenswert. Die Brust verändert sich in dieser Zeit stark, und das Ergebnis wäre nicht vorhersehbar. Warten Sie bis nach der Stillzeit.
Das hängt von der OP-Methode ab. Bei einer Brustverkleinerung oder Straffung mit bestimmten Schnitttechniken kann die Stillfähigkeit beeinträchtigt werden. Besprechen Sie das vor der OP mit Ihrem Arzt, wenn Sie noch Kinder planen.
Es gibt viele Online-Foren und Social-Media-Gruppen, in denen sich Frauen nach Brustoperationen austauschen. Auch Selbsthilfegruppen (z.B. nach Brustkrebs) bieten Unterstützung. Fragen Sie Ihren Arzt nach Empfehlungen.